LYRIK.

421.395.99° Kaleidoskop

Im Winter ist es zweifarbig. Die kühle Luft besteht aus zwei gleichen Farben. Im Frühling herrscht eine bunte Mischung zwischen Nässe, Trockenheit und milden Windstößen. Frühlingshafte Tage beinhalten selbstverständlich ebenfalls winterliche Eigenschaften.
Und der Sommer ist der Anfang. Zu Beginn erhellt der Überfluss die Straßen. Durchschnitt. Und es bleibt nicht konstant. Den Herbst gibt es nicht. Ich liebte den Herbst. Irgendwann verdrängt in einen toten Winkel.

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GEDANKEN.

Hochmütige Anläufe

2


Das immune Gegenstück zur Selbstständigkeit der Gedanken richtet sich wie das Auge einer Fliege in Richtung dampfender Ereignisfreudigkeit, voller Überraschungen hinsichtlich Überwindung der Monotonie und alltäglichen Langeweile im Gedächtnis von unverborgenen Gewissheiten.
Beinahe verkörpert der Geruch von Vitalität und Zerstörung die Erfüllung eines lang ersehnten Wunsches. Im Topf brodelt jedoch die falsche Zutat für einen großartigen Erfolg.

GEDANKEN.

Blockade. Verdichtung der Gedanken- und Kommunikations-Paralyse

Zwei miteinander verschlungene Enden. Oder ein Knoten? Die Frage nach dem „Ob“. Der Knoten zog sich immer mehr zusammen, doch verwandelte er sich am höchsten Punkt in eine schlicht schöne Verschlingung.

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LYRIK.

Zeig mir deine Augen

Er ist da.
Ich bin da.
Wir blicken uns an.
Er offenbart, was mir verborgen bleibt.
Verpackt die Wahrheit in Lüge und Schmeichelei.
Alles ist vertauscht.
Nichts ist so, wie es zu sein scheint.
Und doch ist es das, was er sieht.
Aber ist es auch das, was ich sehe, was er mir zeigt?
Ich sehe Schlechtes im Guten.
Der Moment ist kurz.
Und mein Verstand ist beschränkt.
Das bin nicht Ich, die er mir zeigt.
Sie ist anders.
Sie ist schön und sie ist hässlich, aber sie ist nicht Ich.
Manchmal ist sie sehr speziell.
Manchmal ist sie charmant.
Manchmal ist sie scheußlich.
Aber nie ist sie Ich.
Er zeigt mir nicht, was mir verborgen bleibt.
Er erzählt mir keine Wahrheit.
Er lügt und lügt und lügt,
Bis man ihm glaubt.
Ich bin verliebt in die Unwahrheit
Und hasse sie zugleich.
Spiegel, zeig mir deine Augen. Ich will aus ihnen sehen.


17/H-J
Foto © by Dirk Mentrop/Pixelworx
17/H-J
Foto © by Dirk Mentrop/Pixelworx
GEDANKEN.

Metagedanken


Die Begierde, die so stürzend dahin kriecht, ohne Quelle, ohne Ziel und ohne Überlegen, nimmt dich auf – so nah, so fern, weit von allen Sorgen. Bettelnd um mehr, versagend der Angst und unmutig der Zukunft entgegen, klettert sie fort, weiter hinaus ins Freie und Unbekannte. Im bunten Strauß voller Abenteuer steckt die Wahrheit, die falsche, darin und holt sich die Lügen ins Grab, während sie, die Begierde, den Blütenstaub einatmet und wieder zum Leben erwacht.