LYRIK.

Zeig mir deine Augen

Er ist da.
Ich bin da.
Wir blicken uns an.
Er offenbart, was mir verborgen bleibt.
Verpackt die Wahrheit in Lüge und Schmeichelei.
Alles ist vertauscht.
Nichts ist so, wie es zu sein scheint.
Und doch ist es das, was er sieht.
Aber ist es auch das, was ich sehe, was er mir zeigt?
Ich sehe Schlechtes im Guten.
Der Moment ist kurz.
Und mein Verstand ist beschränkt.
Das bin nicht Ich, die er mir zeigt.
Sie ist anders.
Sie ist schön und sie ist hässlich, aber sie ist nicht Ich.
Manchmal ist sie sehr speziell.
Manchmal ist sie charmant.
Manchmal ist sie scheußlich.
Aber nie ist sie Ich.
Er zeigt mir nicht, was mir verborgen bleibt.
Er erzählt mir keine Wahrheit.
Er lügt und lügt und lügt,
Bis man ihm glaubt.
Ich bin verliebt in die Unwahrheit
Und hasse sie zugleich.
Spiegel, zeig mir deine Augen. Ich will aus ihnen sehen.

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Foto: Dirk Brzoska

 

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