GEDANKEN.

CORONA

Resistenz-Gedanken

Es zwingt uns in die Auszeit
Wir schweben in einem Tal
Beginnend zu lernen
Wie es ist
Ohne Luft zu atmen
Eine Blase aus Selbst
Ein Schnitt mit der Außenwelt
Und es geht weiter
Im Stillen
Wo es anfängt zu brodeln
Vor Sehnsucht
Nach Leben
Eine Spannung
Getrieben
Von Enge

Auf die verzweifelte Hoffnung
Kein Stein im Spiel zu sein
Sich Teil des Dominos nennen zu müssen
Und stets
Der Versuch einer hartnäckigen Illusion
Auf unantastbares Leben
Folgt
Verrennen in einer Not
Geprägt von Ängsten

Die Existenz eines Virus‘
Als Spiegel für das Sein des Menschen
Unzerbrechlich?

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Mit: Stefan Seffrin
GEDANKEN.

Seelenfahrt

Ein Kreis und ein Auge, das ihn umschließt, weisen mir den Weg zu vielen Fragezeichen, deren Ende sich in der Feuchtigkeit der runden, weißen Äpfel sammelt.

Ich steige auf ein Schiff und begebe mich auf eine Reise, hinein in den Blick. Segele durch die schwarze Nacht, durch Dickicht und verschmutzte Routen.

Meinem eigenen Schrecken begegne ich dort von Zeit zu Zeit. Die Fahrt erinnert mich an eine Geisterbahn – gebündelte Furcht und Adrenalin rennen um die Wette.

Meine Entschlossenheit jedoch wird nicht schwach.

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GEDANKEN.

Wetterwende

Die Gedanken formen sich zu chaotischen Wolken, die sich sammeln mit Worten, bis der Himmel aufbricht und Lösungen auf uns hinab brennen. Egal, wohin man sieht, die Unklarheit des getrübten Farbsinns durchzieht diese Welt. Meine Welt? Der nonverbale Filter in mir und um mich herum gestaltet mich und meine Welt. Nein, nein, alles andere ist nicht meine Welt. Für dieses Leben bezeichnend.


guter scan

GEDANKEN.

Freiheitselixier

Dein Blick erreicht mich nicht.
Doch es genügt mir, zu wissen, dass deine Anwesenheit mit Leichtigkeit meine Fesseln entzweit, bevor ich drohe einzugehen.
Eine Berührung mit der Luft und ich spüre die Reflektion meiner Selbst in dir, du wunderbarer Spiegel. Fenster meiner Zuflucht, in der ich mich wiederum erkenne.
Auf der anderen Seite des Fensters werde ich zu mir, mit dir, und sehe zurück mit gesättigter Stimmung nach Aufbruch.

Collage LR (14 von 17)

GEDANKEN.

Buntes Vakuum

Wer wägt meine Kreativität ab?
Fällt mein Ich – immer wieder mein Ich – ins Gewicht?
An meiner Fantasie klebend, hängend, sie umklammernd, mich schmerzlich vor vermeindlicher Loslösung in sie hineinkrallend, hebt die Waagschale sich und die Last auf der Gegenseite scheint plötzlich nicht mehr im Zentrum des Interesses zu stehen.

Collage LR (7 von 17)

GEDANKEN.

Hochmütige Anläufe

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Das immune Gegenstück zur Selbstständigkeit der Gedanken richtet sich wie das Auge einer Fliege in Richtung dampfender Ereignisfreudigkeit, voller Überraschungen hinsichtlich Überwindung der Monotonie und alltäglichen Langeweile im Gedächtnis von unverborgenen Gewissheiten.
Beinahe verkörpert der Geruch von Vitalität und Zerstörung die Erfüllung eines lang ersehnten Wunsches. Im Topf brodelt jedoch die falsche Zutat für einen großartigen Erfolg.