GEDANKEN.

Thin Reality, A Small Thorn

collage
Fotos: Martina Grabinsky https://martinawollfotografie.blogspot.com/

Nein.
Der selbst undurchdringbare Dorn im Auge eines realen Menschen aus der Wirklichkeit meint es gut mit seinem „Nein“. Manchmal kommt es diesem Jemand aber anders vor.
Meine magersüchtige Realität.
Guten Appetit.

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GEDANKEN.

Wetterwende

Die Gedanken formen sich zu chaotischen Wolken, die sich sammeln mit Worten, bis der Himmel aufbricht und Lösungen auf uns hinab brennen. Egal, wohin man sieht, die Unklarheit des getrübten Farbsinns durchzieht diese Welt. Meine Welt? Der nonverbale Filter in mir und um mich herum gestaltet mich und meine Welt. Nein, nein, alles andere ist nicht meine Welt. Für dieses Leben bezeichnend.


guter scan

GEDANKEN.

Freiheitselixier

Dein Blick erreicht mich nicht.
Doch es genügt mir, zu wissen, dass deine Anwesenheit mit Leichtigkeit meine Fesseln entzweit, bevor ich drohe einzugehen.
Eine Berührung mit der Luft und ich spüre die Reflektion meiner Selbst in dir, du wunderbarer Spiegel. Fenster meiner Zuflucht, in der ich mich wiederum erkenne.
Auf der anderen Seite des Fensters werde ich zu mir, mit dir, und sehe zurück mit gesättigter Stimmung nach Aufbruch.

Collage LR (14 von 17)

GEDANKEN.

Buntes Vakuum

Wer wägt meine Kreativität ab?
Fällt mein Ich – immer wieder mein Ich – ins Gewicht?
An meiner Fantasie klebend, hängend, sie umklammernd, mich schmerzlich vor vermeindlicher Loslösung in sie hineinkrallend, hebt die Waagschale sich und die Last auf der Gegenseite scheint plötzlich nicht mehr im Zentrum des Interesses zu stehen.

Collage LR (7 von 17)

GEDANKEN.

Hochmütige Anläufe

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Das immune Gegenstück zur Selbstständigkeit der Gedanken richtet sich wie das Auge einer Fliege in Richtung dampfender Ereignisfreudigkeit, voller Überraschungen hinsichtlich Überwindung der Monotonie und alltäglichen Langeweile im Gedächtnis von unverborgenen Gewissheiten.
Beinahe verkörpert der Geruch von Vitalität und Zerstörung die Erfüllung eines lang ersehnten Wunsches. Im Topf brodelt jedoch die falsche Zutat für einen großartigen Erfolg.

GEDANKEN.

Einbrechende Blicke

Collage LR (6 von 17)

Bald gibt es keine Geheimnisse mehr. Alle Wunder entschwinden mit der gewaltsamen Öffnung der bis jeher verhüllenden Schale.

Bald gibt es keine Geheimnisse mehr. Der Schutz lässt nach, mein Verstand verabschiedet sich von dem längst ins Rollen gebrachten Stein, der die Hülle zerstört und den Schleier durchschneidet, gewaltsam und doch geschickt. Wunder entschwinden und geborgene Dunkelheit wird grell erleuchtet, während das Rätsel geöffnet und seziert wird.

Bald gibt es keine Geheimnisse mehr.
Die Gewalt spiegelt sich in meinem Auge wider, ohne dass ich sie sehen kann. Doch alle beobachten mich, und mich, die nicht kann und doch ist und mich, die nicht will und die muss.
Eine Aufführung, der ich nicht gewachsen bin. Ein Spiel, dem ich den Rücken zukehre. Und doch, es bin ich.