LYRIK.

Haut, so dünn wie Spinnenweben

Die Haut (meine, deine?) gleicht dem Netz einer Spinne, hauchdünn, durchlässig und einer Zielscheibe ähnlich. Ziemlich gefährlich. Tippt man sie an, greift man sie an, SCHAUT man sie an, geschieht etwas:

Wird sie ganz blass
Läuft es über, das Fass.
Kannst du dir vorstellen, ihn zu verlieren,
Deinen inneren Kompass?

Was manchmal passiert,
Ist, dass man das Falsche fixiert
Und dadurch Haltung verliert
Der Körper kommt ins Schwanken
Und ins Wanken
Und ich
Ins Bangen
Muss mich erst wieder
Fangen
Und runterkühlen
Die Wangen

Doch ab und an
Reicht das nicht
Da muss was anderes ran
Da hilft nur noch eins:

Ich geb’ dir meins
Und klau‘ dir deins
Jetzt hat niemand mehr
Keins
Zur Wahrung des Scheins
Des unendlichen Seins.