Wenn ich Kunst von anderen Künstler/innen sehe, könnte ich mich oft sehr aufregen, weil es mich wütend macht, was in renommierten Galerien und Museen gezeigt wird. Elitärer Nonsense und aufgeblasene, sinn- und seelenlose Produkte von Menschen, die meinen, Kunst darf auf keinen Fall schön sein; Kunst muss so abstrakt und unverständlich und unintuitiv wie möglich sein und Kunst muss immer eine politische oder gesellschaftskritische Aussage haben, aber diese zu erkennen, zu enträtseln, darf man auf keinen Fall selbst schaffen. Da muss der Künstler persönlich her, der einen erhellt. Was will mir der Künstler damit sagen, frage ich fast schon aggressiv in Gedanken, wenn ich andere Ausstellungen als meine eigene besuche. Hat sich der oder die Künstler/in überhaupt Mühe gegeben oder waren es wieder mal nur die guten alten Connections (Vitamin B), die die Ausstellung ermöglicht haben? Von Geld will ich gar nichts sagen. Interessiert mich nicht, geht mich auch nichts an.
Letzten Endes, gehe ich, wenn die Wut und die Enttäuschung über die „zeitgenössische“ Kunst verflogen ist, mit einem Schulterzucken nach Hause und mache mein Ding.