Von außen hübsch anzusehen, das Schneckenhaus. Muster, Maserungen und die typische spiralenhafte Form. Setzt man einen Fuß in die Öffnung, kommt einem jedoch direkt eine geheimnisvolle Prise ins Gesicht geweht. Kenne ich das, fragt man sich dann. Aber man kennt es nicht. Es erinnert an dies und an jenes, aber es ist neu. Wagt man einen Blick um die Ecke, wird es immer enger und etwas stickig. Gemütlich könnte man auch sagen. Keine zwei Schritte weiter und man fühlt sich fast wie ein Embryo in einem beinahe platzenden Mutterbauch. Hier ist es schön. Oder sollte ich lieber sagen, schrecklich? Kaum Luft zum Atmen. Man erstickt fast an seinem eigenen verseuchten Atem. Es gibt einen Weg hinaus, aber der ist blockiert. Ich bin selbst ein Korken, den man erst einmal ziehen müsste. Aber nun habe ich mich hier eingenistet. Komme nicht mehr heraus vor wohliger Einquetschung. Je enger desto besser, glaube ich. Gedämpfte Geräuschkulisse von außen dringt in das Haus, dringt in mich ein. Ich rücke noch einen Millimeter tiefer ins Gehäuse. Alles, was man jetzt noch wahrnehmen kann, ist man selbst. Interessant. Es gibt nur mich und sonst nichts. Ein Platz für mich. Zeit für mich.
Da knackt es hart. Und spitz dringt es in Hals, Augen und andere Körperöffnungen. Das war’s könnte man meinen. Doch irgendein Besen wird schon kommen, wird alles wegfegen. Und dann.. Und dann geht es an einem anderen Ort weiter.
