PROSA.

Der rote Monsun im Norden

Geheilt werden wollte etwas in mir. Ein Splitter in meiner Haut verzehrte mich von innen und sog meine Kraft zu denken an sich. Poren reinigten sich selbst durch kaltes Blut und den Verlust an Widerstandsvermögen.

Eine Taschenlampe richtete sich auf mich. Unbemerkt erspähte sie ein und mehrere Blicke, Augenblicke, Anblicke. Dann tastete sie mich ab. Nach Fehlern.
Meine Haltung war aus der Ferne betrachtet stolz und eigen. Die Perfektion eines konstruierten Bildes eines Ausschnitts von mir, mein liebster Teil.

Das runde Spitzlicht gleitet weiter, tastet im Verborgenen. Spannung schleicht sich ein und die Zehenspitzen, auf denen sie geht, drohen zu brechen, doch bestechend genau und vorsichtig scheu pikst sie Schritt für Schritt nach oben. Die Richtung ist klar. Es geht vorwärts an die Spitze des Eisberges, wo der Höhepunkt wohnt.

Die Spitze baut sich stark und stolz vor ihr auf, es ist noch weit.

Ein neuer Dorn schleudert mir entgegen. Ich wende mich, fange gekonnt und schwelge in Erinnerung an diesen Stachel, wie er mir im Zentrum meines Auges in Zeitlupe entgegen fliegt.
Genüsslich lasse ich ihn in mein Herz. Angespitzt setzt er an und beginnt sich zu drehen.
Ich erkenne das Leuchten.

Die Taschenlampe blickt nun rhythmisch in meine Augen, durchdringt sie, findet, sucht, findet, sucht. Die Aufmerksamkeit schwindet hin und wieder im Takt des Interesses.

Bald ist es soweit, denke ich.
Der Berg, auf dem ich dem Licht entgegen wandere, ist bald erklommen.

Furcht und Vorfreude vor der Pflanze, der Blüte der Rose, von der dieser Dorn in mir steckt, spüre ich. Von Schmerz ist keine Spur.

Also begegnete ich im Norden der spitzen Rose. Ich ließ mich stechen, hier und da.
Ich ließ mich genießen.
Ich ließ mich ausnehmen.
Ein Mann, ein Dorn und Hörner aus Rosenblättern, die mich betörten.

So bestieg ich also immer wieder diesen Berg. Einen Berg aus Spannung und Wollen, immer mehr Wollen und Wollen.
Selten hielt ich Ausschau, öfter blickte ich in den tiefen, kalten Nebel unter mir. Licht setzte mir in die Augen. Dann sah ich nicht mehr in der Dunkelheit.
Zuerst verlegen von dem Leuchten der Taschenlampe, dann geblendet durch die grelle Helligkeit im Norden, wandte ich mich nach innen. Dort scheuchten dunkle Schatten die groben Geister der Vergangenheit auf und blickten mich nicht an.
Ich sah nichts mehr.

Im Innersten der Dunkelheit in mir wühlte ich und begann selbst zu suchen. Ein rotes Tuch,
ein Lippenstift oder ein Tropfen Himbeersaft – all das kam nicht an, gegen das Rot der Blütenblätter meiner teuflischen Liebe.

Er hingegen wurde immer mehr zu dem, was ich in mir vergeblich zu finden versuchte.
Die Röte um seine Hörner wurde deutlicher.

Irgendwann nahm auch wieder meine Sehkraft Zeugnis davon. Ich hielt inne, kurz.
Und ich dachte: Bei diesem tausendsten Versuch, den vorüberziehenden Film festzuhalten, werden meine Augen nicht mehr scheitern.
An der Stelle alter Lasten sitzt dann, ruhig und still, eine pechschwarze Taube, deren Federn eifrig mitschreiben. Jede einzelne eine eigene Seite, getränkt in warmes, dunkles Blut.

Die Tropfen dieses Gedankens verfielen wiederum in die Abhängigkeit seines Ursprungs, sodass sich ein See bildete aus verletztem Begehren, aus Enttäuschung und aus der Freude, mich darin zu versenken. Zu ertränken.

Ich ertappte mich bei jedem Schritt, bei jedem Kreis, den ich in der dickflüssigen Masse verursachte. Die Taube aber blickt stolz gen Himmel. Oder war es das Nordlicht, das sie vermisste?
Jedenfalls suhlte sie sich in ihrer eigenen Unfähigkeit zu fliegen.

Ein Lied aus ihrem Schnabel hallte mir in den Ohren. Ich wollte es nicht mehr hören, doch die bizarre Taube war besessen von alten Worten:
„Worin ich schwebe, immer höher, immer schneller, auf dir, unter dir, teile deine Flügel mit mir. Lass uns zusammen die Höhen entdecken und die Tiefen erkunden.
Du klappst sie ein, ich streiche sachte über die zarten Federn.
Auf dem weichen Boden landend und im Hier und Jetzt, wünsche ich mir, wieder zu fliegen mit dir. Ich wache auf, denn du bist nicht da.“

Kreaturen aus der wachen Welt holten sie nach diesem letzten Ton und retteten mich aus wunderschönen, purpurnen Strudeln. Ich kehrte aus dem Wahnsinn in die gewohnte Verzweiflung zurück.

Der Nebel war verschwunden, ich verließ den roten See, gleitete am kalten Eisberg der Spannung vorbei und begab mich in mein gedankliches Krankenhaus, aus dem ich nun schon wieder ausbrechen wollte.

Eine Frage blieb bestehen, die ich, ehe ich sie ausgesprochen hatte, bereute.
Brennt die Flamme noch?
Dann ein Stich mitten ins Herz. Der Dorn war groß, er war spitz, er traf. Und er, der Mann nahm ihn sich zurück. Stücke meines Herzens flogen wild in Scherben, in Fetzen, in Tränen umher. Er zog sie an. Er rannte vor ihnen davon, wandte sich ab, schirmte sich ab. Zog eine Grenze.

Doch die Löcher und Wunden klopften und schrien ihn an. Brüllten um mehr. Weinten um die Wette.
Und ich saß da und fühlte, wie mich Teile meines Herzens verließen.
Unten, ganz unten angekommen, blickte ich dem Eisberg im hohen Norden empor. Spürte seine ausstrahlende Kälte. Empfing eine kühle Luft in meinen Lungen, die meine Organe trocken machten.
Meine Zunge hingegen vertrocknete nicht. Ich sprach.
Ich nahm mein Streichholz der Hoffnung und scheuerte es am Eis. Es schmolz einfach nicht.
Ich nahm mein Feuerzeug des Zwanges.
Eigentlich wollte ich den Eiserg verbrennen. Ich wünschte mir ein lichterlohes Feuer, an der Erinnerungen zu Grunde gehen sollten.

Doch dies gelang mir nicht, ich scheiterte immer wieder.
Das Licht schmilzt schnell, dachte ich. Zu schnell, als dass es einen kalten Rachebrand hervorrufen könnte.

Dann wandelte ich, von Zeit zu Zeit schlaftrunken oder wahnbenommen zu jener Stelle, wo ich von der einstigen Taschenlampe Kenntnis genommen hatte, doch es war nichts mehr zu sehen, kein Licht, keine Dunkelheit.
Das Nichts tat weh. Ich konnte es nicht ändern.

Also versuchte ich mich ebenso zu schützen vor neuen Stichen.
Und ich hielt mich fern, von der schwarzen Taube, die dem Pech unterlag und das Unglück gebar.

Hin und wieder nahm ich ihre Hinterlassenschaften – Eier, die sie gelegt hatte – und warf sie dem stolzen, eisigen Berg entgegen, in der Hoffnung, eine Reaktion zu erfahren. Doch es geschah nichts.

Das passive Nichts quälte mich.
Ich verwandelte mich in ein rotes, zorngeladenes Tuch, das im Wind wehte und wirbelte. Ich nannte mich Monsun.

Der Wind war beißend. Bald sammelten sich Schneeflocken auf dem Stoff.
Ich wickelte sie ein. Ein steinharter, kalt schmerzender Schneeball entstand.
Und ich setzte an, ihn loszuwerden. Schwer fiel es mir nicht, denn es war leicht, aus der Kraft der Wut und Verletzung zu schöpfen.

All das passierte in der dunkelsten Stunde in der hintersten Ecke meiner Überzeugung.

Zielgenau traf ich diesen eisigen, hohen Berg. Eiskristalle donnerten unterdessen von meinen Augen. Wie Blitze erschienen Dornen am gesamten Berg, heftigst demonstrativ verteidigend, was es zu schützen galt.
Mich aber schreckte das nicht ab.

An Waffen mangelte es mir nicht.
Ich spannte einen Bogen, fokussierte auf die Spitze des Eisberges und schoss ihm Pfeile aus Eis entgegen, aus den festesten Kristallen, die ich angesammelt hatte.

Es tat gut.
Vorerst.
Dann zeichnete sich eine rote Linie von dem höchsten Punkt des Berges, hinab zu mir.
Ich sah ein Aufleuchten. Ein rundes Licht im Norden, das zunächst dahinschmolz, bevor es sich flackernd in eine rote, grelle Sonne umwandelte.
Die Dornen, die wie Warnschilder ringsherum in jeder Ebene des hohen Eisfelsens herausstachen, begannen zu beben. Furchtbar laut wurde es auf einmal, während ich ohnmächtig dem Spektakel vor mir entgegenblickte.
Das Loch in meinem Herzen schmerzte und weitete sich.

Gib mir zurück, was du mir genommen hast, dachte ich.

Und wieder ging er meiner Bitte nicht nach. Ich wartete vergeblich in einer geräuschverstörten Nacht, ohne Hoffnung auf ein gutes Ende.
Rauschen.
Berauscht von der Reaktion der kreischenden Dornen, die dennoch starr blieben, ging ich einen Schritt auf sie zu, wollte sehen, was passiert. Wollte mehr, immer mehr. Auch wenn ich den Schmerz nicht beachtete, den diese Art von Ablehnung mir bescherte.

Kaum betrat ich die verbotene Zone, so ereignete sich ein wutentbrannter Zorn an Gemütern, dem ich nichts mehr entgegensetzen konnte.
Die beiden Hälften außerhalb der roten Linie vor mir brachen mit purpurnen Blitzen und Donnerknallen auf, zerfielen fast im selben Moment und wurden von dem Untergrund eingesogen.

Ich schenkte mir einen erneuten Widerstand. Ich gab auf, das Nordlicht noch weiterhin sehnsuchtsvoll wie eine Abhängige aus dem Boden zu graben. Es war zu spät.

Es blieb nicht viel zurück. Weder Röte noch grelle Helligkeit.
Die Luft bestand aus einem flachen Wind, der mich in die entgegengesetzte Richtung trieb.
Der dunklen Fläche, die übrig war, kehrte ich den Rücken zu. Es war Zeit, zu schwimmen, dachte ich.

Von der ersterbenden Kälte ließ ich mich weiter in die andere Richtung treiben.
Die Nacht war beinahe zu Ende, doch ein neuer Traum begann.

Mit geschlossenen Augen ging ich weiter, spürte irgendwann einen sandigen Boden unter mir.
Ich dachte an Glas, an Fragmente und unbeschreibliche Wärme, die wie im Fieberzustand von innen strahlt.

Beim Blinzeln in den Morgenstunden erkannten meine Sinne ein farbenfrohes Mosaik in der Ferne.
Abermals wollten meine Gedanken abschweifen, eintauchen in das Leid über den Verlust gestohlener Bruchstücke meines Herzens.
Ich habe Zeit, mich abzuwenden, dachte ich.

Nun, sitzend und mit wachen Augen, betrachtete ich das umherschwebende Mosaik am bläulichen Himmel. Das farbenfrohe Glänzen der Steine, zündete in mir Selbstheilungskräfte.
Die immer neu verspielte Anordnung der Elemente tröstete mich.

Leise und ruhig blieb ich sitzen und ließ mich heilen von Zeit, Wärme und dem Spiel des Zufalls.

Rotes Auge

 

 

LYRIK.

Schrill

Er ist geblieben der Ton
Versunken in den Augen voller Tränen
Dann kehrte er zurück
Im siebten, elften und dritten Nein

Ich glaubte, ihn zu sehen
Ihn erhaschen zu können
Aufsaugen
Wollte ich dich
Du makelloses Etwas
Ein Reim
Ein Vers
Ein Wort und Blätter, die umher schwingen
Schaukeln auf mir
In mir

Wo bin ich geblieben
Weggeblieben
Hängengeblieben
Stehen geblieben
In einem Chaos der Vernunft
Stränge ziehen wie Stränge an Haarsträhnen, die stumpf brechen und sich aufspitzen
Am Klang dieser Schönheit

Ich höre hin und will rauschen
Selbst
Will ich dich berauschen
Dir etwas klauen
Mittwoch

Oder morgen
Klagen über gestern
Vorgestern ausgerümpelt
Und ich lasse mich gehen

Sterben lasse ich dich und wieder genauso belebe ich mich
Über die Lippen zu dir
Mit einem Geräusch namens Feind
Doch wir kennen uns
Ganz gut

Woher kommt dein Maul
Fragte ich.
Höre ich mich sagen, nun.
Flüstern. Schreien
Im Rufen nach der Antwort
Hallte nur ein Ton, aus vielen Ecken wider und
Ich blieb Sitzen
Liegen
Rollte weg
Zu dir hin
Der Ton formte sich
Aus dem Nichts wieder in schwarzes, dickes Gold
Bevor er eine Wolke bestens
Klingender Scherben
Hervorstieß
Die mich ausnahmen

Es zischt
Dachte ich
Doch eigentlich meinte ich

Blitz
Und donnerndes Gelächter
Moment Moment

Blitz
Und donnerndes Gelächter.

0032

LYRIK.

Am Zwielicht nicht erstickt

Schweiß und Tränen perlten an ihrer Gänsehaut hinab

„Wo findet man Steine, an denen man sich nicht verschluckt“
Sagte sie
Von mir kam keine Antwort
Jedenfalls keine, die sie sehen konnte

Hören konnte ich wieder und wieder fragende Blicke

Diese laute Stimme in ihrem zarten Tonfall erschrak mich
„Ich sehe dich“
Erzählte ich ihr
Verschlungene Augen und hungrige Ängste ließen sie in mir erzittern
Meine Kontrolle drohte ihren Halt zu verlieren
Nur atmen durfte sie

Ein Zwielicht teilte sie

„Wer ist schuld. Woher kommst du“
Stand im Raum dazwischen
Fühlen konnte dadurch niemand mehr

Und fester hielt das Dunkel ihre Schwäche

„Mach mit“
Fragte ich mich dann

Und nie wieder

Bild 4
Mit: Marie Böffgen & Saher Abdulraouf

 

 

LYRIK.

Du!

(Ich)
Zwang
Sprache
Reden
Blicke
Un
Un
Un
Unsicherheit
Auf den Kopf gefallen
Liegen gelassen
Verspottet in Gedanken
Belächelt im Geheimen
Kritisiert hinter Wänden
Unbemerkt
Aufgestanden
Weggeschlichen
Hass Hass Hass
Messer im Kopf
Schneiden im Herzen
Tränen in Wirklichkeit
Hohe Türme
Springen
Fallen
Empor
Klettern
Fallen
Springen Empor Springen. Ich liebe mich.

PROSA.

Ohne Seife

Der Mond schien schwach ins Zimmer, während die Texte verstreut auf Tisch und Boden lagen. Ihre Gedanken waren schwer wie Blei, ihre Glieder ernst und tot. Augen fahl wie Seide. Und ein zermürbtes Gesicht, als hätte es Motten. Jeglicher Glanz verschwand, immer wenn der Blick aus dem Fenster den Regentropfen begegnete. Nichts bedeckte den dürren Körper, als ein Tuch um ihre Schultern, das violett und mitternachtsblau gemustert war. Die Worte klirrten dumpf in ihrem Kopf. Sie konnte sich nicht von ihnen trennen, denn sie nahmen keinen Abschied. Das war ein Fehler.

Der traurige Blick senkte sich hinab zum wertlosen Papier. Es hatte nur den Wert, den sie ihm zuschrieb. Doch in Wirklichkeit war alles egal. Die Schrift war egal, der Inhalt. Sie war egal. So bedeutungslos, aber sie lebte.
Die Wangen glühten vor Anspannung. Die Hände zitterten vor Ehrfurcht. Die Sinnlosigkeit der Sache versteckte sich vor ihr. Vielleicht war sie aber auch blind dafür. Wahrscheinlich hatte sie gar kein Bewusstsein für die Nichtigkeit und Notwendiglosigkeit der Dinge, die sie zu interessieren schienen. Schon fast lächerlich wichtig nahm sie die ganze Arbeit. Sie konnte nicht anders. Sie erlag dem Zwang der Sprache.
Heute war es nicht schön in der Welt der Literatur.

Die Sätze spielten mit ihrem Kopf. Sie verspotteten sie. Sie erniedrigten sie. Sie trieben sie bis an ihre Grenze. Hemmungslos tanzten sie um sie herum, wie eine Horde frecher Kinder. Dann wuschen sie ihr den Kopf, ohne Seife.

Mal laut dann leise, flüsterten sie ihr Dinge zu – nicht in die Ohren, denn sie waren nicht zu hören. Sie waren nur zu spüren. Sie gingen ihr durch die Haut. Bis in die innerste Pore ihrer Seele. Und dann verschwanden sie nicht, nein. Sie nisteten sich in ihr Gedächtnis ein, wie Parasiten und richteten dort großen Schaden an.

Sie verstand, dass sie wissen sollte, dass sie nichts weiß. Und sie wusste, dass Fantasie wichtiger ist als jegliches Wissen, denn dies sei begrenzt. Doch was war, wenn das Wissen um die Fantasie auch begrenzt wäre und sie daran hindern würde, ihre Fantasie auszuleben und grenzenlos werden zu lassen? Sie wusste, dass sie die Antwort auf diese Frage nicht kannte. Auch sie konnte aus einem Kreis kein Quadrat machen. Sie gab nicht auf. Sie befand sich keineswegs in einem Zustand des Stillstandes. Sie stand still. Und im Gegenteil: Sie dachte auch nicht nach. Sie überlegte nicht. Sie raste ohne Pause, ohne Verschnaufen, ohne Atmen. Tot. Tödlich schnell überschlug sie sich beinahe.

Sie schloss die Augen und sah: Einen Knoten. Einen Knoten aus Sätzen. Sie ergaben im Zusammenspiel keinen Sinn, sodass sie sich in die Quere kamen. Sie verschmolzen förmlich und lösten sich nie wieder. So entstand ein neuer Sinn und eine neue Bedeutung der einzelnen Worte.

Sie wollte nicht schlafen; sie wollte nicht essen. Sie wollte nur eines, den Zusammenhang und schlussendlich den Sinn der Sätze herausfinden. Ob ihr dies noch heute gelang, in dieser Nacht? Das war zu bezweifeln. Denn sie war nicht mehr da.

Sie war nicht sauber. Die Reste des Tages und der ganze Müll, den sie über Wochen, Monate, Jahre angesammelt hatte, flog wild in ihr herum. Es war bereits so weit gekommen, dass ein turbulenter Wirbelsturm alles aufwirbelte, was nicht angewurzelt war. Alles wurde in Frage gestellt und mit allem wiederum verknüpft. Querverbindungen waren die Lösung für jedes Problem und gleichzeitig die Frage jedes neuen Problems. Der Sturm wütete noch bis in die späten Morgenstunden, während sie stumm zu keinem wirklichen Ergebnis kam. Man könnte es höchstens „Illusionen von verwirrenden Zwischenergebnissen“ nennen, doch eigentlich hatten sie noch nicht einmal diesen Titel verdient.

Um halb zehn Uhr morgens legte sie sich flach auf den harten Boden in ihrem Zimmer und starrte die Decke an. Es bildeten sich Schatten. Schatten von Texten. Die abgespeicherten Bilder der diagonal gelesenen Texte. Sie las sie. Nein, sie überflog sie. Sie filterte die für sie wichtigen und die sie reizenden Stellen heraus, um sie zu verstehen. In Wirklichkeit aber verzettelte sie sich dabei so sehr, dass in ihrem Kopf ein Gewirr aus philosophischen Fragestellungen, künstlerischen Motiven und sonstigen literarischen Ergüssen stattfand. Sie jedoch sah das alles in der Gesamtbetrachtung wie ein riesiges Mosaik, das aus den verschiedenen Bruchstücken (von ihr) zusammengesetzt werden musste, um den Sinn des Lebens, ja den Sinn der Welt nachvollziehen zu können. Objektiv betrachtet, herrschte in ihrem Kopf ein einziges Chaos – nicht für sie: Sie stapelte (oberflächlich gesehen) ähnliche Inhalte und sortierte sie. Sortierte, sortierte. Sie war ein wahres Organisationstalent. Sehr talentiert war sie im Übrigen auch in dem Verfassen von eigenen Texten. Sie hörte sich selbst ihre imaginären Texte lesen, niederkritzeln. Sie hörte nicht auf. Auch, als die Kirchturmglocke zwölf Uhr Mittag schlug, nicht. Im Gegenteil. Sie sah dies als ein Zeichen des aktiv werden Müssens an. So sprang sie auf und holte sich Stift und Papier. So nackt wie sie war, nur mit ihrem ornamentalen Tuch bekleidet, schrieb sie willkürlich ihre Gedanken quer und gerade auf das Blatt. Das ergab ja so viel Sinn! Eine Feststellung nach der anderen erschien auf der weißen, leeren Fläche. Es folgten Fragen. Darauf Antworten. Immer so weiter, bis das Blatt voll war. Doch dies störte sie nicht im geringsten. Sie schrieb schlichtweg auf Tisch und später auf dem Boden weiter. Die Wände waren auch noch recht kahl – ihnen blühte das gleiche Schicksal. Alles entwickelte sich weiter; ihre Ideen, ihre Erkenntnisse. Sie wusste nicht mehr, wer sie war.

Ich denke, also bin ich, dachte sie, um sich selbst wieder zu fangen. Doch dies war nur ein kurzer selbstreflektierender Moment in der Fülle ihres philosophischen Rumgeplansches.
Sie war äußerst intelligent, aber nicht schlau genug, um (genug) über sich selbst nachzudenken. Sie dachte über alle möglichen Existenzen nach, nur nicht über sich selbst. Sie war außen vor. Sie war bloß das Medium der Erkenntnisgewinnung. Ihr Kopf dachte, ihre Hand schrieb und ihre Seele war etwas, dem sie schon lange keine Beachtung mehr schenkte. Sie selbst tangierte sich selbst nur peripher. Sie spürte sich selbst nur bei der Befriedigung bestimmter Grundbedürfnsse und allein diese vernachlässigte sie enorm. Sie fand keine Ruhe und keine Zeit für sich selbst, denn das Forschen nach Erkenntnissen war ihr weitaus wichtiger.

Irgendwann, als sie keinen Platz mehr in ihrem Zimmer für Notizen fand, beschlich sie das starke Bedürfnis, der eiserne Drang, all das wieder zu zerstören und hinaus in die Welt zu treten, um…

… Um die Wahrheit zu suchen.

Es waren die Scherben der Welt, die sie so sehr reizten. Ein regelrechter Zwang für sie bestand darin, alles Gesagte, Geschriebene, Verbildlichte und andersartig Gedachte zu durchdringen, zu einem Ganzen zusammmen zu fügen und in seinen ursprünglichen Zustand zurück zu versetzen. Sie empfand dabei einen Antrieb, der nicht mehr der Norm entsprach. Dies widersetzte sich jeglichen Maßstäben, denn sie war besessen. Absolut.

Das helle Licht brannte in ihren trübklaren Augen, sodass sie sie zusammen kneifen musste und somit nur noch einen schmalen Schlitz ihrer Umgebung wahrnahm. Die Vögel zwitscherten und verursachten eine Störung ihres Gedankenflusses. Sie band sie nämlich mit ein und das lenkte sie vom Eigentlichen ab. Sie dachte: „die Vögel sind so frei in ihrer Mobilität wie der Mensch frei in seinem Denken ist. Aber schnell verworf sie die letzte Feststellung wieder, denn, was sie sicher wusste, war, dass der Mensch alles andere als frei ist. Regelrecht unfrei, gar gefangen in seinen eigenen Emotionen und unbewussten Regungen. „Doch genug der Theorie“, dachte sie. Sie ging schneller, rannte fast, sprintete. Sie hatte kein Ziel, außer ihr geistiges. Und das verfolgte sie nicht mehr mit konventionellen Mitteln. Sie stellte sich vor, schneller denken zu können und so zu einem Ergebnis zu kommen, wenn ihr Körper sich schnell bewegte. Übrigens hatte sie immer noch nicht mehr an, als ihr Tuch. Mit nackten Füßen flog sie über den Asphalt, über Wald und Wiese. Vor ihr lag ein großer See. Sie steuerte darauf zu, zog an und – explodierte.

Das eiskalte Herbstwasser sog ihr den Verstand aus den Gliedern, sodass sie nicht mehr dachte, sondern sich auf einmal von ihrem angesammelten Dreck entledigte. Sie reinigte ihren Kopf – ohne Seife.
Ihre Lippen wurden blau wie die einer Eiskönigin. Sie bebte. Und erlebte einen kleinen Tod.

Danach fühlte sie sich leichter und doch miserabel zugleich. Sie stieg aus dem Wasser und drückte ihr Mitternachtstuch aus. Es war vollgesogen mit Wasser und Schmutz. Langsam trottete sie wieder nach Hause. Beinahe fand sie es nicht. Zuhause angekommen jedoch sah sie das Chaos in ihrem Zimmer und hatte plötzlich wieder einen ebeneren Sinn für Ordnung. Aber sie fühlte sich wieder schwer, doch diesmal war es anders. Es war eine angenehme Schwere, die von Erschöpfung, nicht Anspannung herrührte. Ihr Körper sprach wieder mit ihr – oder besser gesagt, sie konnte ihn wieder sprechen hören. Sie war nicht mehr taub für die Signale ihrer äußeren Hülle. Deshalb ließ sie alles stehen und liegen und stieg in ihr Bett.

Um Mitternacht stand sie wieder auf und betrachtete sich im Spiegel. Was sie sah, war nicht eindeutig. Sie verzog keine Miene, aber ihr Gesicht war nicht neutral. Sie spürte, dass sie etwas ändern musste. Sie holte kurzerhand einen dünnen Pinsel und schwarze Farbe. Sie war geschickt und klug. Denn sie zeichnete Worte spiegelverkehrt in ihr Gesicht, damit man sie als außenstehender Betrachter lesen konnte.

Es bildeten sich Sätze, wie:
„Nachts gurgeln im Sumpf der Wahrheit.
Erkenntnis durch kriegsverführerischen Einsatz des Verstandes.
Immerzu der Straße des Nichts entlang und wieder zurück.
Die Rückkehr der Wiedergeburt ohne Grenzen.“

Als Gesicht und Dekolleté keinen Platz mehr boten, tastete sie weiter nach unten und beschrieb jede freie Stelle. Keine Falte wurde verschont.

Nun war ihr kompletter Körper bekritzelt mit weiteren Aussagen, wie:
„Endlich essen im Raum der Zeit.
Lebendig fühlen die Richtung der Wissenden.
Stein und Stock wieder eins und doch geteilt.
Scherben fließen den Strom hinab.
Die Höhe der Gleichgesinnten nimmt keinen Schaden an der Existenz der Zerflossenen. Rücklings reitende Gelehrte im See der Klarheit.
Lächerlich schwache Geister im Alter der Jugend.
Lachend schweifen dumme Weise ab.“
Die letzte Äußerung lautete:
„Und das Mondlicht scheint so schön.“

Nachdem sie ihren letzten Satz niedergepinselt hatte, sah sie wieder in den Spiegel. Sie fühlte sich bestätigt durch sich selbst. Sie war zufrieden. Daraufhin besann sie sich auf ihr unordentliches Zimmer, das sie nun aufzuräumen begann.
Mittlerweile schien die Morgensonne schwach ins Zimmer. Die Farbe auf ihrer Haut verflüchtigte sich so langsam, also beschloss sie kurzerhand, duschen zu gehen. Eiskaltes Wasser floss in Strömen die knochigen Schultern hinab und säuberte ihre Hülle oberflächlich. Sie entfernte die Farbe ohne Seife.

Wiederum nackt schlich sie durch ihr Zimmer und suchte nach ihrem ornamental gemusterten Tuch. Es war noch feucht. Also nahm sie es und rieb damit die beschriebenen Stellen an Wand und Boden ab. Nachdem dies fertig war, wusch sie ihr sonderbares Tuch aus. Natürlich, ohne Seife.

minolta (51)
Foto: Martina Grabinsky https://martinawollfotografie.blogspot.com/

 

PROSA.

Eine Pflanze im Garten

Der gute Boden mit allerhand Nährstoffen, ohne chemischen Dünger oder sonstigen Zusatzsubstanzen war am Anfang eine solide Basis. Die Erde unter der Oberfläche, die einmal eine kräftige Wurzel halten sollte, sah nicht den Horizont. Sie spürte nicht die Windstöße und sah nicht die Dunkelheit, die eine andere war, als die, die sie selbst umgab. Jedoch bestand eine gewisse Grundkenntnis im Inneren des Kerns, die besagte, dass auch dunkle Stunden durchaus Knospen heranzüchten.

Irgendwann nach einigen Jahreszeitenwechseln und Wetter- sowie Klimaumschwüngen gab es einen Grund zur Freude. In die besagte Erde wurde ein Samen gesetzt durch vier verschiedene Hände, die von nun an die schwangere Mutter Erde umsorgten und neugierig beobachteten.
Die Zahnräder in den mikroskopisch kleinen Zellen drehten sich und wandten jene Art von Geburtshilfe an, die eine baldige Entstehung von zarten Wurzeln in die Wege leiteten. Ebenso schnell wurden die ersten Stängel sichtbar, die aus der Erde sprossen – zur Zufriedenheit der beiden Menschen, welche die Pflanze nun als wachsendes Symbol für ihre Liebe betrachteten. Etwas Zeit verging. Der einst dünne Stamm wurde breiter, die Äste stabiler und hin und wieder entfalteten sich kleinere Zweige und Blätter. Das Paar wartete gespannt auf die erste Blüte. Wie zwei Besucher im Zoo saßen die beiden vor der Pflanze und starrten voller Erwartung auf die grüne Gefährtin. Mit Augen wie Lupen, jeden Ast absuchend, wo denn nur eine Knospe am Entstehen sein könnte, verloren sich die beiden in ihrer eigenen Metapher.
Dies ging ein paar Wochen, Monate so. In dieser Zeit lernte die Pflanze die beiden Menschen immer besser kennen und entwickelte vermutlich durch Zufall eine Art Abneigung gegen jene. Dann geschah es, dass sie wie durch einen analogen Zaubertrick ihren Gedanken in den Verstand des Mannes verpflanzte. Das irrationale Gefühl, das damit einher ging, wurde im nächsten Schritt als Keim an das Herz der Frau gelegt. Somit feierte die Pflanze ihre erste bewusste Handlung und ihren damit verbundenen Einfluss auf die beiden gänzlich andersartigen Geschöpfe, genannt Menschen.
Der nächste Morgen kam und der Mann erwachte mit eigenartigen Ideen, die seinen Kopf durchkreuzten. Sie marschierten quer über all seine ordentlich zurechtgelegten Pläne. Überall hinterließ dieser neue Gedanke seine Spuren. Es waren schmutzige Hinterlassenschaften. Seine Partnerin erkannte ein Stirnrunzeln und leichte unsichere Zornesfalten im Gesicht ihres bis dahin liebsten Freundes. Diese Reaktion wiederum ließ in ihr eine sonderbare und neue Empfindung ihm gegenüber aufleben, das Misstrauen.

Beide hielten sich für besonders intelligente Wesen und ahnten nicht, dass die aufkommenden Probleme zwischen ihnen, nicht nur auf die jeweils andere Person und – je nach Schuldeingestehen – auch auf sie selbst zurückzuführen war, sondern auch auf eine unscheinbare dritte Partei.
So kam es also dazu, dass die beiden, unwissentlich, einer unbekannten Macht zu unterliegen, Blüten des Hasses und Nadeln der Verletzung produzierten. Diese wiederum entwickelten auf natürliche Weise ihr Eigenleben und gaben der einst so harmonischen Beziehung den Rest an Zerstörung.

Monate vergingen, die die Trennungsphase brauchte, um aus letztlich Einem wieder Zwei zu machen. Gegen Ende entschied sich die Frau für die wenigen Ableger, die die Pflanze im Garten des nun geschiedenen Ehepaares doch tatsächlich hervorgebracht hatte. Sie nahm sie mit in ihr neues Zuhause, während der Mann in dem von emotionaler Verwüstung zeugenden Haus wohnen blieb und mit Wut der damals gemeinsam gepflegten Pflanze entgegenblickte. In einem Moment geballten Zornes überkam es ihn, sodass er den Stamm packte und im Begriff war, dessen Wurzeln aus der Erde herauszureißen. In diesem Augenblick richtete sich seine Aufmerksamkeit, wie von einem Magneten angezogen, auf eine versteckte Blütenknospe. Gedankenverstört ließ er seine Hand von der Pflanze zurückzucken und beschloss, sich ein herzhaftes und fleischiges Abendessen vom Metzger zu bestellen, um sein Aufatmen in dem nun fast leeren Haus zu feiern, da nun seine Ex-Frau ausgezogen war. Die Mahlzeit brachte ihn auf andere Gedanken. Fleischeslust machte sich in ihm breit. Mit zwei Einfällen ging er zu Bett. Diese beinhalteten den Wunsch nach Stillung seines Durstes nach körperlichem Begehren zum einen. Als zweites schwor er sich, seiner Ex-Frau nie wieder in die Augen sehen zu müssen.
Ebendiese Frau wachte an genau diesem Morgen auf, mit dem Nachwirken eines merkwürdigen Traumes der vergangenen Nacht. Bilder von sich selbst schälenden Bananen tauchten in ihrem Gedächtnis auf und vermischten sich mit einer halb bewussten Stimme, die immer wieder die Worte „erotische Natur“ wiederholte. Im Geiste zählte sie ihre Pläne für den Tag auf und bemerkte dabei, dass jeder einzelne Ableger der ursprünglich so metaphorischen Pflanze eine Blüte entwickelt hatte. Diese Tatsache verursachte eine kurze Verwunderung bei ihr, bevor sie sich jedoch wieder ihrem Alltag zuwandte.
Auch sie entschied sich allmählich für eine neue Datingphase. Ohne davon auch nur im Geringsten Kenntnis zu nehmen, bildete sie auf jedem ihrer selbst ausgelösten Fotos von sich, die sie für das ein oder andere Online-Partnerportal brauchte, einen Teil der Pflanze ab. Die Ableger standen auf ihrem Zwei-Quadratmeter-Balkon, in, im Grunde viel zu engen, Blumentöpfen, doch an Sonne und Wasser fehlte es ihnen niemals.

Viele weitere Jahre verstrichen. Die Zeit wurde nicht langsamer. Die Höhen und Tiefen der voneinander getrennten ehemaligen Liebendenen wechselten wie die Jahreszeiten rhythmisch und änderten ihre Färbung wie die Blätter an den Bäumen.

Irgendwann war es äußerst trockener Spätsommer. Die Hitze am Tag, die jegliche Frische in abseitige, tote Winkel verdrängt hatte, sorgte für Hormonschwankungen bei den sich gegenseitig in Vergessenheit gezwungenen Menschen. Nicht nur die Wolken stauten ihre Feuchtigkeit auf.
Durch einen Zufall kreuzten sich die Wege des Mannes, der in der Zwischenzeit ein chaotisches Leben gelebt hatte und der Frau, die ebenfalls eine Zeit geprägt von Suche und Orientierung verbracht hatte.
Die Begegnung war nicht vorhersehbar, geschweigedenn herbeigesehnt.
Die Rolle, die das Wetter dabei spielte, hätte jeden Zuschauer verblüffen können. Die Wolkendecke brach zusammen und ein gewaltiger Regen ergoss sich den Himmel hinab.
Zu jener Zeit war der besagte Herr ohne Regenschirm unterwegs, im Gegensatz zu ihr. Auf der Flucht vor dem Unwetter erkannte er ihren schwarzen Zigeunerrock, ohne ihr Gesicht zu sehen, das vom Regenschirm verdeckt war.
Gefühle von Geborgenheit empfand er in diesem Moment. Und wieder zogen sie sich wie Magnete an, sodass sie wie durch einen Zufall den Impuls verspürte, ihre Perspektive zu ändern und geradewegs den Fall des Regens in ihr Gesicht zu fühlen. Dieses Innehalten verschaffte dem Mann etwas Zeit, ihr näher zu kommen und sie anzusprechen. Einen gewissen vertrauten Umgang empfanden beide beim oberflächlichen Austausch über die aktuelle Situation des jeweils anderen, während ihr Schirm sie vor den einprasselnden Regentropfen schützte. Sie willigte in seine Bitte ein, ihn nach Hause zu begleiten, da das Wetter nicht nachließ und sich der starke Regen in ein heftiges Gewitter verwandelte.

Das Haus ihrer Vergangenheit betrat sie mit gemischten Gefühlen, die sich aber bald zu unsicherer Freude einkehrten. Daran waren die jüngsten und einer gewissen Rebellion durchaus nicht abgeneigten Zweige der stets achtsamen Pflanze beteiligt, die immer noch am selben Platz verweilte. Eine Kanne mit heißem Tee wärmte die vier verschiedenen Hände. Ein Lächeln erwärmte sein Herz. Eine Geste ihre Schulter. Ein Blitz schlug ein und es wurde Abend, dann Nacht, dann Morgen.

04.Ehrenpreis