Ein Schaf auf der Wiese. Es denkt nichts, es sagt nichts, es tut nichts. Es steht einfach nur da. Es existiert. Schafswollenweiß ist sein Fell. Starr ist sein Blick. Außenherum wird es manchmal Tag, manchmal Nacht. Manchmal ist es etwas dazwischen. Ich denke nicht, dass das Schaf grausame Hintergedanken hat. Ich denke nicht, dass unbewusst im Schafskopf viel vor sich geht. Ich denke, dass seine Wolle schön wäre für einen Pulli. Im Winter ist es kalt, weißt du? Schafe sind priviligierte Tiere. Manchmal wünsche ich mir ein Schaf zu sein. Den Winter in der Nase zu spüren und das saftige Gras zu fressen, wenn es nötig ist. Schafsein – das ist es.
